Europa,  Travel

Nordirland

Nach all den Tagen Irland waren wir schon gespannt auf die Unterschiede zwischen Irland und Nordirland. Es gibt tatsächlich keinen großen Grenzübergang, kein Schild auf dem steht, dass man sich in der EU befindet. Der einzige unterschied, die Schilder haben eine andere Straße. An der Grenze selbst entdeckt man ab und zu auf der irischen Seite, wie die englische Sprache auf den Schildern durchgestrichen ist und in Nordirland, wie die gälischen Schrift durchgestrichen wurde, da auf beiden Seiten beide Sprachen auf den Schildern steht. Ansonsten sind die Menschen dort genauso freundlich und herzlich wie in ihrem Nachbarland. Wir haben die meiste Zeit in Hotels oder in Airbnb´s geschlafen.

Mussenden Temple

Unser erster Haltepunkt war der Mussenden Temple, dort befindet sich eine alte Ruine, der Tempel der im Jahr 1785 als Bibliothek errichtet wurde und nach dem Vorbild des Tempels der Vesta in Rom erbaut wurde. 

Wir waren sehr früh dran, um genau zu sein 5min vor Öffnung (sehr deutsch eben). Zu dieser Zeit war noch wenig los und wir konnten in Ruhe alles anschauen und weiterfahren bevor noch es voll wurde. Hinter dem Tempel kann man auf das Meer und den Strand über die Klippen blicken. 

Giants Causeway

Der Giant’s Causeway war für uns einer der beeindruckendsten Orte unserer Reise durch Nordirland. Wir waren bereits pünktlich zur Öffnungszeit dort – und das können wir jedem nur empfehlen. Auch wenn ihr eure Tickets direkt vor Ort kaufen könnt, lohnt es sich, früh da zu sein. Der Giant’s Causeway gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Landes und schon kurze Zeit später füllen sich die Wege mit zahlreichen Besuchern.

Schon der Spaziergang hinunter zur Küste ist wunderschön. Der Weg ist gut ausgebaut und leicht zu laufen. Solltet ihr nach eurem Besuch keine Lust mehr auf den Anstieg zurück haben, könnt ihr ganz bequem für nur 1 £ pro Person den Shuttlebus nutzen. Im Besucherzentrum erfahrt ihr außerdem jede Menge über die Entstehung dieses einzigartigen Naturwunders sowie über die Geschichte und Geologie der Region.

Vor rund 60 Millionen Jahren floss hier glühende Lava über die Landschaft. Beim langsamen Abkühlen zog sich das Gestein zusammen und bildete die heute weltberühmten, nahezu perfekt sechseckigen Basaltsäulen – ein beeindruckendes Beispiel dafür, welche Kunstwerke die Natur selbst erschaffen kann.

Zwischen den unzähligen Felsformationen herumzuklettern, den Blick über den Atlantik schweifen zu lassen und die raue Küstenlandschaft auf sich wirken zu lassen, war ein unvergessliches Erlebnis. Gerade an diesem Ort wird einem bewusst, wie klein man gegenüber der Kraft der Natur eigentlich ist.

So friedlich das Meer hier auch wirkt – es sollte nicht unterschätzt werden. Die Strömungen vor der Küste und die Felsen unter Wasser sind tückisch und haben im Laufe der Jahrhunderte zahlreichen Schiffen zum Verhängnis werden können. Besonders viele spanische Schiffe erlitten an dieser Küste Schiffbruch. Mehr über diese dramatischen Ereignisse erfährt man unter anderem auch im Nationalmuseum in Belfast, was den Besuch des Giant’s Causeway noch einmal in einen spannenden historischen Zusammenhang setzt.

Magheracross View Point

Ein schöner kleiner Aussichtspunkt über wunderschöne Klippen mit einem kleinen Bogen auf einer kleinen Plattform. Perfekt um kurz anzuhalten bevor es weiter geht nach Bushmills.

Bushmills

Bushmills ist eine schöne Stadt in Nordirland. Hier befindet sich die älteste eingetragene Destillerie der Welt. Old Bushmills Distillery. Dort könnt ihr in der Bar den Whiskey kosten und auch Touren durch die Destillerie machen. Ein schönes Städtchen mit tollen kleinen Pubs.

The Dark Hedges

Wir waren morgens früh dran und parken auf dem Parkplatz des „The Dark Helges Hotel“ namens „Coach and Car Parking“. Dort könnt ihr an dem Hotel entlang laufen, durch den Garten und kommt dann wenn ihr über die Straße lauft zu der Allee. Am frühen morgen um ca. 7:00Uhr war nur nichts los und wir waren ganz alleine. Die Sonne stand noch schien durch die Äste und die ersten Vögel zwitscherten. Der Ort hatte etwas magisches, ich habe jedoch gehört, dass es Mittags extrem voll werden würde. Es ist eine lange Allee mit uralten verschnörkelten Bäumen. Dort wurde sogar eine Szene von Game of Thrones gedreht, um genau zu sein, die Szene wo Arya  aus Westeros flieht und auf dem Karren sitzt. 

Rathin Island

Ein weiterer Grund, weshalb wir so früh dran waren, war dass wir die Fähre nach Rathin Island erwischen mussten die wir zuvor gebucht haben. Wir fuhren morgens mit der Fähre und fuhren von dort aus mit einem alten Bus zu den Papageientauchern quer über die Insel. Die Insel ist Autofrei, man kann also als Tourist kein Auto mieten. Es gibt jedoch viele Wanderungen über die Insel, zu einem Leuchtturm oder quer über die Insel. Die Papageientaucher befinden sich ebenfalls an einer Klippe von wo aus man mehrere Stufen zu einem Leuchtturm hinunterläuft. Ein atemberaubender Blick auf die Klippen bis man unten ankommt. Mit einem Fernglas kann man die weiter entfernten Papageientaucher sehen. Der Bus fährt mehrmals am Tag zu dem Aussichtspunkt und wieder zurück. Man kann auch Fahrräder ausleihen, diese sind jedoch sehr teuer. 

Es gibt auch einen Pub und ein paar kleine Geschäfte. Man kann sich auch direkt am Hafen an den Strand legen und an den Wanderwegen entlang des Meeres viele Robben beobachten.

Game of Thrones

Es gibt Orte, die einen für einen Moment alles um sich herum vergessen lassen – und genau so hat sich die Game of Thrones Studio Tour in Banbridge für mich angefühlt. Wir waren dort bevor wir nach Belfast fuhren. 

Schon nach den ersten Schritten war ich vollkommen in der Welt von Westeros. Immer wieder hatte ich dieses besondere Gefühl der Nostalgie, als bekannte Szenen vor meinem inneren Auge wieder lebendig wurden. Zu sehen, wo Teile einer der aufwendigsten Serien aller Zeiten entstanden sind und wie viel Liebe zum Detail, Kreativität und Handwerkskunst hinter jeder Szene stecken, war unglaublich beeindruckend.

Was mich besonders fasziniert hat: Alle ausgestellten Kostüme und Requisiten sind Originale. Dazu kommen originale Filmsets, spannende Einblicke hinter die Kulissen und viele Informationen darüber, wie ikonische Szenen entstanden sind. Erst vor Ort wird einem bewusst, wie viel Arbeit hinter einer Produktion dieser Größenordnung steckt.

Und genau deshalb würde ich die Tour nicht nur Game of Thrones Fans empfehlen. Auch wenn ihr die Serie nie gesehen habt, ist es faszinierend zu erleben, wie eine der größten und aufwendigsten Serien der Welt erschaffen wurde. Für Film- und Serienfans ist dieser Blick hinter die Kulissen ein echtes Highlight.

Für mich war es ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde – ein Ort voller Erinnerungen, faszinierender Details und unzähliger Momente zum Staunen.

 

Mit meinem Code

 

WAVESANDDESIRE

 

spart ihr 10 % auf eure Tickets.

 

Mit dem Code habt ihr keine Nachteile, da er von der offiziellen GoT Studio Tour in Kooperation ausgestellt wurde.

Der Code ist voraussichtlich bis Ende 2026 gültig – wartet also nicht zu lange!

Bezahlte Werbung

 

Belfast

hat uns ehrlich gesagt viel mehr begeistert, als wir vorher erwartet hätten. Die Stadt hat ihren ganz eigenen Charme und vereint Geschichte, moderne Kultur und Kunst. Egal, wohin wir gelaufen sind – hinter jeder Straßenecke gab es Malereien an den Wänden.

Besonders gefallen haben uns die vielen kleinen Pubs, aus denen oft schon tagsüber irische Musik zu hören war. Zusammen mit den historischen Backsteingebäuden, den gepflegten Straßen und den liebevoll restaurierten Fassaden entsteht eine Atmosphäre, in der man einfach gerne unterwegs ist. Belfast wirkt lebendig, gleichzeitig aber auch unglaublich gemütlich.

Natürlich durfte für uns auch „Game of Thrones“ nicht fehlen. Belfast ist der perfekte Ausgangspunkt, um auf den Spuren der Serie unterwegs zu sein. Besonders schön fanden wir die sechs kunstvoll gestalteten Glasfenster, die verschiedene Figuren und Szenen aus „Game of Thrones“ zeigen. Sie stehen entlang des Flusses Lagan – vom Titanic Quarter bis in Richtung Innenstadt wie zum Beispiel neben der Brücke und rechts entlang des Flusses– und lassen sich wunderbar bei einem gemütlichen Spaziergang entdecken. Wir fanden die Idee richtig gelungen, weil sie sich perfekt in das Stadtbild einfügen und trotzdem sofort ins Auge fallen.

Ein absolutes Highlight der Stadt ist natürlich das „Titanic Quarter“. Hier wurde einst die Titanic gebaut und genau an dieser Stelle befindet sich heute das beeindruckende Titanic Belfast Museum. Direkt daneben gibt es ein großes Parkhaus, sodass die Anreise mit dem Auto überhaupt kein Problem ist. Die Museumstickets waren uns persönlich allerdings etwas zu teuer. Da wir bereits zuvor das kleinere Titanic Museum in Nordirland in Cobh besucht hatten, haben wir uns den Besuch gespart. Falls ihr euch zwischen beiden entscheiden müsst, können wir das kleinere Museum wirklich empfehlen. Es ist deutlich ruhiger und erzählt die Geschichte der Titanic ebenfalls sehr spannend und mit viel Liebe zum Detail, da es die letzte Anlaufstelle der Titanic war bevor sie unterging, man kann sogar noch die Überreste des alten Hafens sehen. 

Ein besonderer Zufall wartete direkt vor dem Museum auf uns. An der historischen „SS Nomadic“, dem letzten erhaltenen Schiff der White Star Line, fanden während unseres Besuchs gerade Filmdreharbeiten statt. Es war spannend zu beobachten, wie Kameras aufgebaut wurden und das gesamte Filmteam arbeitete – mit so einem Erlebnis hatten wir überhaupt nicht gerechnet.

Schon von weitem fallen außerdem die riesigen gelben Werftkräne „Samson“ und „Goliath“ ins Auge. Sie prägen die Skyline von Belfast und erinnern daran, welche Bedeutung der Schiffbau früher für die Stadt hatte. Zusammen mit den historischen Gebäuden, den modernen Uferpromenaden, der Straßenkunst und den gemütlichen Pubs entsteht ein Stadtbild, das unglaublich abwechslungsreich ist.

Belfast hat uns wirklich positiv überrascht. Es ist eine Stadt, die Geschichte erzählt, ohne dabei stehen geblieben zu sein. Überall gibt es etwas zu entdecken – beeindruckende Architektur, farbenfrohe Kunst, Geschichte und immer wieder kleine Details, die den Aufenthalt besonders machen. Nehmt euch unbedingt Zeit, einfach durch die Straßen zu schlendern, denn genau dabei haben wir die schönsten Ecken der Stadt gefunden. Für uns gehört Belfast definitiv zu den Städten, die man bei einer Reise nach Nordirland nicht verpassen sollte.

Brú na Boinne Grabstätte

Ihr kennt mit Sicherheit das Symbol mit den 3 ineinander verschlungenen Kreise, nun dieses nordische Zeichen was man auch oft mit Vikinger in Verbindung bringt ist von dort. Es gibt dort viele Steine in die Bilder eingearbeitet wurden. Die Grabstätte wurde über Jahrhunderte immer wieder umgebaut und von Mönchen oder Königen besiedelt. Ein schöner Ort um etwas über die Geschichte des Landes zu erfahren. Durch einen kleinen Durchgang gelangt man zu einer Höhle nur wenige Tage am Ende des Jahres ermöglichen der Sonne bis tief in die Höhle einzudringen und dann direkt in die Mitte der Höhle zu strahlen. Ein wahres Naturspektakel, dass mit Lichteffekten nachimitiert wird. An unserem letzten Tag sahen wir uns die Grabstätte an, bevor es zurück nach Dublin ging.