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Irland

Dublin

Dublin hat uns vom ersten Moment an begeistert. Nicht unbedingt, weil jede Straße spektakulär ist, sondern weil diese Stadt eine Atmosphäre besitzt, die wir so noch nirgends erlebt haben. Das Herz Dublins schlägt ganz klar in seinen Pubs. Natürlich gibt es die bekannten Touristenlokale rund um das Temple Bar Viertel, doch wir haben diese bewusst links liegen gelassen. Stattdessen zog es uns in die Pubs der Einheimischen, etwas außerhalb des Trubels. Dort erwarteten uns wunderschöne alte Holzeinrichtungen, bunte Bleiglasfenster, gemütliche Ecken und Livemusik, bei der jeder mitsang.

Genau so hatten wir uns Irland vorgestellt.

Ein besonderes Highlight war The Church Café Bar, ein Pub, der tatsächlich in einer ehemaligen Kirche errichtet wurde. Zwischen alten Kirchenfenstern und der beeindruckenden Architektur und der alten Orgel links auf der Empore einen Espresso Martini zu trinken, hat schon etwas ganz Besonderes. Solche Orte machen Dublin einfach einzigartig. An dem Tag hatten wir 7 Pubs besucht und unzählige Guinessgläser getrunken, aber man ist eben nur einmal in der Stadt in der dieses Bier seinen Ursprung hatte. 

Natürlich durfte auch ein Besuch der Guinness Storehouse nicht fehlen. Wir lieben Guinness und deshalb stand die Brauerei ganz oben auf unserer Liste. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie das berühmteste Bier Irlands entsteht, erzählt die Geschichte der Familie Guinness und präsentiert die außergewöhnlichen Werbekampagnen der vergangenen Jahrzehnte. Besonders schön fanden wir das Tasting in einem Raum, der an die alten Verkostungsräume der Gründerzeit erinnert. Gemeinsam stießen wir mit dem typisch irischen Trinkspruch Sláinte an. Wer möchte, kann sogar sein eigenes Gesicht auf den Schaum seines Guinness drucken lassen – das muss allerdings bereits beim Ticket mitgebucht werden. Den perfekten Abschluss bildet die Gravity Bar, in der man mit einem frisch gezapften Guinness den Blick über die Dächer Dublins genießen kann.

Wer zwischendurch etwas Ruhe sucht, sollte unbedingt durch den St. Stephen’s Green spazieren. Der Park bildet einen wunderschönen Kontrast zur lebhaften Innenstadt. Kleine Brücken führen über den Bach, Enten ziehen ihre Runden und überall laden grüne Wiesen und alte Bäume zum Verweilen ein. Kaum zu glauben, dass nur wenige Meter weiter das geschäftige Dublin weiterlebt.

Ballinastoe Woods

Schon nach wenigen Schritten durch den Ballinastoe Woods wird es still und man hört nur noch die Bewohner des Waldes. Das Sonnenlicht fällt in schmalen Strahlen zwischen den hohen Bäumen hindurch und der weiche Waldboden fühlt sich beinahe wie ein Teppich aus Moos an. Doch das eigentliche Highlight wartet etwas weiter oben. Plötzlich beginnt die lange Holztreppe, die sich perfekt in den Wald einfügt. Es wirkt fast so, als wäre sie schon immer ein Teil dieses Ortes gewesen oder von Feen selbst erschaffen worden. Kein Wunder, dass sich in Irland so viele Geschichten um mystische Wesen ranken. Oben angekommen eröffnet sich ein traumhafter Blick über die Seen und Berge der Wicklow Mountains – ein Ort, an den wir jederzeit zurückkehren würden.

Kattegat aus der Serie Vikings

Als wir zurückliefen, sahen wir etwas merkwürdiges vor sich gehen. Männer in roten Uniformen die über den Parkplatz liefen, Lkw´s und Pferdeanhänger. Als wir den Mann fragten was hier gedreht wird, meinte er zu uns es wäre der Film „Drummerboy“ als wir auf seine Jacke sahen, erkannten wir das Vikings Logo und dort stand und fragten ihn ob er bei der Produktion auch dabei war. Er erzählte uns das vieles hier gedreht wurde, um genau zu sein, sollten wir einfach der Straße hinauf folgen, an dem Parkplatz entlang und oben an den kleinen Parkplätzen halten, dort hinter den Hügeln läge unten ein See an dem die Stadt Kattegat gedreht wurde. In dieser Zeit fuhren zwei Männer in der historischen Uniform an uns vorbei was mit abstand der verrückteste Anblick auf der gesamten Reise war und den wir so schnell nicht wieder vergessen würden. Der See heißt Lough Tay und wird auch Guinness Lake genannt. Von dem Aussichtspunkt aus sieht man perfekt auf den See und erkennt auch den Hafen wieder, den man sich um einiges größer vorgestellt hat und die Sicht auf das Meer bleibt natürlich aus, denn es ist ein See umringt von Bergen, ich hätte nie gedacht, dass Kattegat so gedreht wurde aber im Nachhinein wurde von der Stadt auch nie viel gezeigt, achtet mal darauf was genau man dort immer sah und was nur Illusion war.  

Cathedral in the Woods Ballysaggartmore Tower

Mitten im Wald, unweit von Cobh, versteckt sich die kleine Cathedral in the Woods. Umgeben von hohen Bäumen und absoluter Ruhe wirkt dieser Ort fast unwirklich. Das Licht fällt sanft zwischen den Ästen hindurch und verleiht der kleinen Kirche eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist kein Ort, an dem man lange etwas unternehmen muss – vielmehr einer, an dem man einfach für einen Moment innehält und die Stille genießt.

Kilkenny

Eigentlich war Kilkenny gar nicht geplant. Da unsere Fähre nach Skellig Michael wetterbedingt abgesagt wurde, änderten wir unsere Route kurzerhand und landeten in dieser wunderschönen mittelalterlichen Stadt. Im Nachhinein hätten wir sie auf keinen Fall missen wollen. Kleine Gassen, bunte Häuser, gemütliche Cafés und traditionelle Pubs verleihen Kilkenny einen ganz besonderen Charme. Über allem thront das beeindruckende Kilkenny Castle, das der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter gibt. Manchmal entstehen die schönsten Reiseerlebnisse eben ganz spontan.

Rock of Cashel

Schon von Weitem ragt der Rock of Cashel imposant über die Landschaft. Die Ruinen gehören zu den beeindruckendsten historischen Bauwerken Irlands und bieten unzählige Möglichkeiten für wunderschöne Fotos. Beim Spaziergang zwischen den alten Mauern spürt man förmlich die Geschichte dieses Ortes. Egal aus welcher Richtung man schaut – überall eröffnet sich ein traumhafter Blick über die grüne Landschaft. Ein Ort, den man auf einer Irlandreise unbedingt gesehen haben sollte.

Cobh

Cobh war die letzte Hafenstadt, die die Titanic vor ihrer tragischen Reise ansteuerte. Allein dieser Gedanke sorgt schon beim Spaziergang durch den kleinen Hafen für Gänsehaut. Im Titanic Experience Cobh steht man sogar auf dem originalen Pier, von dem die letzten Passagiere an Bord gingen. Am Eingang erhält jeder Besucher eine echte Nachbildung einer historischen Bordkarte. Erst am Ende der Ausstellung erfährt man, ob die Person, deren Ticket man erhalten hat, die Katastrophe überlebt hat. Dreimal dürft ihr raten, wie mein Schicksal ausging – mein Passagier gehörte leider nicht zu den Überlebenden. Vielleicht sollte ich Kreuzfahrten also doch lieber meiden. Spaß beiseite: Das Museum ist liebevoll gestaltet, deutlich günstiger als das Titanic Museum in Belfast und absolut einen Besuch wert.

Doch Cobh hat weit mehr zu bieten als seine Geschichte. Die bunten Häuser ziehen sich den Hang hinauf und bilden eines der bekanntesten Fotomotive Irlands. Entlang der Promenade kann man gemütlich spazieren, ein Eis genießen oder einfach den Blick auf das Meer schweifen lassen. Für uns war Cobh eine dieser kleinen Städte, die sofort das Gefühl vermitteln, angekommen zu sein.

Old Head of Kinsale Cliffs

Schon der kurze Spaziergang zu den Klippen lohnt sich. Mit jedem Schritt wird die Aussicht beeindruckender, bis schließlich die steilen Felsen vor einem in den Atlantik abfallen. Die Wellen schlagen unaufhörlich gegen die Küste und zeigen eindrucksvoll, welche Kraft das Meer besitzt. Für uns gehörten die Old Head of Kinsale Cliffs zu den schönsten Küstenabschnitten Irlands – wild, rau und gleichzeitig unglaublich friedlich. Man könnte hier stundenlang sitzen und einfach nur aufs Meer blicken.

Kinsale

Kinsale gehört ohne Zweifel zu den schönsten Städten Irlands. Bunte Häuser, kleine verwinkelte Gassen und ein idyllischer Hafen verleihen der Stadt ihren besonderen Charme. Der Legende nach soll hier die berühmte Piratin Anne Bonny ihre Wurzeln haben. Ob wahr oder nicht – die Geschichte passt perfekt zu diesem maritimen Ort. Wir schlenderten durch die Straßen, stöberten in kleinen Geschäften und genossen die entspannte Atmosphäre. Eine Stadt, in der man gerne einen ganzen Tag verbringt.


Drombeg Stone Circle

Abseits der großen Touristenströme liegt der Drombeg Stone Circle mitten in der irischen Landschaft. Umgeben von Wiesen und absoluter Ruhe wirkt dieser Ort fast geheimnisvoll. Der über 3.000 Jahre alte Steinkreis zählt zu den bekanntesten Irlands und vermittelt einen kleinen Eindruck davon, wie viele mystische Orte dieses Land zu bieten hat. Ohne Absperrungen und Menschenmassen kann man hier Geschichte hautnah erleben und sich fragen, welche Geschichten diese Steine wohl erzählen könnten.

Muckross Abbey

Der Weg zur Muckross Abbey führt über einen schmalen Feldweg vorbei an grünen Wiesen, auf denen Kühe friedlich in der Sonne liegen. Schon dieser Spaziergang entschleunigt sofort. In der alten Klosterruine angekommen fällt der Blick sofort auf den riesigen Eibenbaum, der mitten im Innenhof in den Himmel ragt. Er scheint die Mauern seit Jahrhunderten zu bewachen. Das Franziskanerkloster wurde im Jahr 1448 gegründet und strahlt bis heute eine unglaubliche Ruhe aus. Irgendwie fühlte sich dieser Ort an, als wäre er direkt aus Der Herr der Ringe oder Der Hobbit entsprungen. Magisch, verwunschen und fast nicht von dieser Welt.

Killarney

Killarney hat sich für uns angefühlt wie das Irland, das man aus Filmen kennt. Liebevoll erhaltene Häuser, gemütliche Straßen und überall traditionelle Pubs, aus denen Livemusik auf die Straßen klingt. Die Stadt ist lebendig, wirkt dabei aber nie hektisch. Besonders am Abend herrscht hier eine einzigartige Stimmung, wenn sich Einheimische und Besucher in den Pubs treffen und gemeinsam Musik machen. Killarney ist kein Ort voller großer Sehenswürdigkeiten – vielmehr lebt die Stadt von ihrer Atmosphäre. Genau das macht sie so besonders.

St. Finbarr’s Oratory

Versteckt am Ufer des Gougane Barra Lakes liegt die kleine St. Finbarr’s Oratory auf einer winzigen Insel. Rundherum grasen Schafe auf den Wiesen, dahinter spiegeln sich die Berge im Wasser. Es wirkt fast wie ein Gemälde. Die kleine Kirche wurde zu Ehren des Heiligen Finbarr errichtet, der der Überlieferung nach hier sein erstes Kloster gründete. Dieser Ort strahlt eine unglaubliche Ruhe aus und gehört für uns zu den schönsten Kirchen Irlands – nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen ihrer einzigartigen Lage mitten in der Natur.

Skellig Michael

Es gibt Orte, die einen beeindrucken. Und dann gibt es Orte wie Skellig Michael, die man niemals wieder vergisst. Die kleine Felseninsel liegt rund 12 Kilometer vor der irischen Küste und wurde bereits vor über 1.400 Jahren, etwa im 6. Jahrhundert, von Mönchen besiedelt. Unter härtesten Bedingungen lebten sie dort oben in kleinen Steinhütten, nur um Gott näher zu sein. Noch heute kann man diese Bienenkorbhütten am Gipfel der Insel bestaunen – erreichbar über hunderte steile Steinstufen, die direkt in den Felsen geschlagen wurden.

Dieses Jahr durfte die Insel wetterbedingt erst sechsmal angefahren werden. Umso größer war unser Glück, dass unsere Tour schließlich stattfinden konnte. Und genau das machte diesen Tag noch besonderer. Weil wochenlang kaum Besucher auf der Insel waren, hatten sich unzählige Papageientaucher ausgebreitet. Die Guides erzählten uns sogar, dass sie selbst noch nie so viele Puffins gleichzeitig gesehen hatten.

Sie waren wirklich überall. Auf den Wiesen, zwischen den Steinen, unter den Treppen und direkt neben dem Weg. Einer saß keine zwei Meter neben mir auf einer Stufe, während ein anderer Bonni beim Hinunterlaufen seelenruhig den Weg kreuzte. So nah waren wir diesen faszinierenden Tieren noch nie gekommen.

Dazu kam die unglaubliche Aussicht über den Atlantik, die steilen Klippen und das Gefühl, an einem Ort zu stehen, den nur wenige Menschen jemals betreten dürfen. Noch heute fällt es mir schwer zu glauben, dass wir das wirklich erleben durften. Dieser Tag war nicht einfach nur schön – er war unvergesslich.

Ring of Kerry

Allein die Fahrt über den Ring of Kerry ist bereits ein Erlebnis. Die Straße schlängelt sich vorbei an schroffen Bergen, tiefgrünen Wiesen und immer wieder direkt an der Küste entlang. Hinter jeder Kurve wartet die nächste Aussicht, sodass wir gefühlt alle paar Minuten anhielten. Mal an einem kleinen Strand, mal an einem Aussichtspunkt oder einfach am Straßenrand, weil die Landschaft wieder einmal zu schön war, um einfach weiterzufahren. Der Ring of Kerry ist nicht nur eine Straße – er ist eine Reise durch das wohl schönste Irland.

Dingle & Conor Pass

Für viele gehört der Conor Pass zu den schönsten Passstraßen Irlands – und wir können das absolut nachvollziehen. Die schmale Straße führt durch eine beeindruckende Berglandschaft, vorbei an kleinen Seen und bietet immer wieder fantastische Ausblicke bis hinunter auf das Meer. Wenig später erreicht man die Halbinsel Dingle mit ihren traumhaften Stränden, kleinen Buchten und dem türkisblauen Wasser. Diese Kombination aus Bergen und Meer macht die Gegend zu einem echten Highlight unserer Reise. 

Hold a Baby Lamb

Auf dem Weg über die Dingle-Halbinsel bieten viele Farmer besondere Erlebnisse an. Wir entschieden uns für Hold a Baby Lamb – und es war eine der schönsten Erfahrungen unserer gesamten Reise. Ich saß  auf einer kleinen Steinmauer mit Blick auf den Atlantik, während ein kleines Lamm auf meinem Arm saß, zuvor durfte ich im mit einer Milchfalsche füttern.  Als Dorfkind hat mich dieser Moment einfach glücklich gemacht, da ich immer selbst Schafe haben wollte. Gleichzeitig unterstützt man mit dem Besuch die Farmer vor Ort. Eine wunderschöne Erfahrung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Da Hold a Baby Lamb sehr bekannt ist fahren mittlerweile jedoch auf Reisebusse dieses Ziel an, ihr könnt aber auch die umliegenden Bauern anfahren, die sich ebenfalls die Idee zueigen gemacht haben. Es kostete 5€ die Lämmer zu streicheln und nochmal 5€ eines mit der Flasche zu füttern, doch mal ehrlich lieber gebe ich das Geld dem Bauern vor Ort und trinke dafür einen Kaffee weniger in einem überteuerten Coffeeshop.

Dunquin Pier

Der Dunquin Pier gehört zu den bekanntesten Fotomotiven Irlands. Die schmale, serpentinenförmige Straße führt steil hinunter zum kleinen Anleger und scheint direkt ins Meer zu verlaufen. Dahinter liegen die Blasket Islands, die bei gutem Wetter zum Greifen nah wirken. Egal ob von oben oder unten – dieser Ort bietet fantastische Ausblicke und zeigt einmal mehr, wie spektakulär die irische Küste sein kann.

Dunmore Head

Dunmore Head fühlte sich an wie das Ende der Welt. Nach einem kurzen Spaziergang standen wir plötzlich mitten in einer rauen, verlassenen Küstenlandschaft, in der uns der Wind mit voller Kraft entgegenpeitschte. Vor uns ragten kleine Felsen aus dem Atlantik und das Meer verschwand scheinbar am Horizont. Genau hier wurden Szenen für Star Wars: Die letzten Jedi gedreht – und als wir dort standen, konnten wir sofort verstehen warum. Dieser Ort wirkt so unwirklich und ursprünglich, dass man sich für einen Moment tatsächlich vorstellen kann, nicht mehr auf der Erde zu sein. Die Stille, das tosende Meer und die gewaltige Landschaft machen Dunmore Head zu einem Ort, den wir so schnell nicht vergessen werden.

Luke Skywalkers Meditation Stone

Nur wenige Minuten von den Slieve League Cliffs entfernt liegt der berühmte Luke Skywalker Meditation Stone. Er befindet sich oberhalb des Pilgrim’s Path, einem alten Pilgerweg entlang der Klippen. Nach einem kurzen Spaziergang erreicht man den großen Felsen mit einer Aussicht, die kaum spektakulärer sein könnte. Tief unter einem brechen die Wellen gegen die steilen Klippen, während der Blick weit über das Meer reicht. Als wir dort standen, konnten wir sofort nachvollziehen, warum dieser Ort mit Luke Skywalker in Verbindung gebracht wird. Die Ruhe, die Weite und die beeindruckende Natur laden geradezu dazu ein, einen Moment innezuhalten und einfach die Aussicht zu genießen. Es ist einer dieser Orte, an denen man die Zeit völlig vergisst und die Landschaft einfach auf sich wirken lässt.

Cliffs of Moher

Die Cliffs of Moher gehören wohl zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Irlands – und das vollkommen zu Recht. Die bis zu 214 Meter hohen Klippen ragen beeindruckend  aus dem Atlantik empor und scheinen einfach kein Ende zu nehmen. Entlang der Wege eröffnen sich immer neue Perspektiven auf die beeindruckende Steilküste. Trotz der vielen Besucher wirken die Klippen überwältigend und zeigen eindrucksvoll, wie kraftvoll die Natur sein kann. Ich würde euch raten früh dran zu sein, damit ihr den Menschenmassen entkommt und vergesst eure Jacken nicht, dort ist der Wind zumeist eisig kalt und wir haben nicht nur eine Person gesehen die das Wetter unterschätzt hatten und einen Pullover kaufen mussten.

Homestead Cottage

Von außen wirkt das Homestead Cottage wie ein kleines, unscheinbares irisches Landhaus. Niemals hätten wir vermutet, dass sich darin ein Sternerestaurant verbirgt, hätten wir es zuvor nicht gewusst. Genau das macht diesen Ort so besonders. Die Gastgeber sind herzlich, bodenständig und sorgen sofort dafür, dass man sich willkommen fühlt und eine familiäre Atmosphäre entsteht. Serviert werden überwiegend regionale Zutaten von Bauern aus der Umgebung. Selbst der Fisch stammte an diesem Tag direkt aus den Gewässern vor den Cliffs of Moher, die wir morgens noch besucht hatten. Selten haben wir so hervorragend gegessen und uns gleichzeitig so wohlgefühlt. Für uns war dieses Restaurant eine der schönsten kulinarischen Erfahrungen der Reise. Wäre das Essen nicht so außergewöhnlich gewesen, hätte man nicht vermuten können, dass das Restaurant ein gehobenes Restaurant ist und das macht es in meinen Augen so perfekt. Ein Sternerestaurant das nicht versnopt oder versteift wirkt. Es überzeugt mit seiner heimischen Einrichtung und den unglaublich netten Menschen dort, wo du ganz du selbst sein kannst und dich wohl fühlst. Eine absolute Empfehlung von uns. 

Maghera Beach

Der Maghera Beach hat uns sofort begeistert. Der schneeweiße Sandstrand scheint endlos zu sein und wird von grünen Wiesen und den Bergen Donegals eingerahmt. Das türkisfarbene Wasser erinnert eher an eine tropische Insel als an Irland. Besonders spannend ist die kleine Meereshöhle am Strand, die man erkunden kann. Wer baden möchte, sollte allerdings ein wenig Mut mitbringen – das Wasser ist selbst im Sommer erfrischend kalt. Dafür wird man mit einem der schönsten Strände der gesamten Insel belohnt. Der Strand ist sehr lang und man läuft eine weile bis man am Meer vorne angelangt. Doch der weiche Sand unter den Füßen lässt all das zu einem der schönsten Spaziergänge werden. 

Galway

Sobald man den Namen Galway hört, hat wahrscheinlich jeder sofort den Song „Galway Girl“ von Ed Sheeran im Kopf. Doch während unserer Reise lernten wir noch ein weiteres traditionelles irisches Lied über diese Stadt kennen, das abends in den Pubs voller Leidenschaft von Einheimischen und Besuchern gemeinsam gesungen wurde. Genau deshalb können wir euch nur empfehlen, den Tag nicht zu früh zu beenden. Die Livemusik in den irischen Pubs gehört zu den schönsten Erinnerungen unserer Reise. Galway selbst begeistert mit bunten Häusern, kleinen Gassen und einer unglaublich lebendigen Atmosphäre. Hier entstand außerdem der berühmte Claddagh Ring – zwei Hände halten ein Herz mit einer Krone. Die Hände stehen für Freundschaft, das Herz für Liebe und die Krone für Treue. Ein schöneres Symbol für Irland könnte es kaum geben.

Downpatrick Head

Downpatrick Head gehört für uns zu den Orten, die man kaum mit Worten beschreiben kann. Mitten im Meer ragt der gewaltige Felsen Dún Briste aus den Wellen empor, als hätte ihn jemand dort bewusst platziert. Die Klippen fallen steil in den Atlantik ab und bieten eine Aussicht, die fast wie ein Gemälde wirkt. Trotz seiner Schönheit ist dieser Ort deutlich ruhiger als viele andere bekannte Aussichtspunkte Irlands – und genau das macht ihn so besonders.

Devil’s Chimney & Glencar Waterfall

Der Devil’s Chimney überrascht mitten im Nirgendwo mit einem beeindruckenden Wasserfall, den man in Irland kaum erwarten würde. Der Weg dorthin führt durch wunderschöne Natur und die letzten Meter verlangen etwas Trittsicherheit, denn vor dem Wasserfall muss eine kleine Felsstufe überwunden werden. Es ist nicht schwierig, aber gutes Schuhwerk schadet definitiv nicht. Ganz anders der Glencar Waterfall. Dieser ist bequem über einen kurzen befestigten Weg erreichbar und eignet sich perfekt für einen entspannten Zwischenstopp. Beide Wasserfälle könnten unterschiedlicher kaum sein und sind dennoch absolut sehenswert.

Gleniff Horseshoe

Die Fahrt durch das Gleniff Horseshoe fühlt sich an, als wäre man plötzlich mitten in einem Fantasyfilm gelandet. Die schmale Straße führt durch eine nahezu unberührte Berglandschaft, vorbei an grünen Hängen und beeindruckenden Felswänden. Hier begegneten uns kaum andere Menschen. Stattdessen genossen wir die Stille und die Weite dieser einzigartigen Landschaft. Wer Irlands Natur in ihrer ursprünglichsten Form erleben möchte, wird diesen Ort lieben.

Slieve League Cliffs

Die Slieve League Cliffs gehören zu den höchsten Meeresklippen Europas und haben uns mindestens genauso beeindruckt wie die Cliffs of Moher. Vielleicht sogar noch ein wenig mehr, weil hier deutlich weniger Menschen unterwegs waren. Die Aussicht über den Atlantik scheint endlos und die steilen Klippen wirken nahezu unwirklich. 

Cross Head

Cross Head ist nichts für Menschen mit Höhenangst – aber genau das macht diesen Ort so besonders. Zunächst läuft man über eine Wiese, anschließend führt ein schmaler Trampelpfad den Hang hinunter. Kurz vor dem Ziel hilft ein Seil dabei, eine kleine, rutschige Felswand sicher zu überwinden. Danach geht es rechts über große Felsen weiter bis zu einem der schönsten Naturbögen Irlands. Der gewaltige Torbogen im Meer wirkt unglaublich beeindruckend und ist jede Mühe wert. Wichtig ist nur, die Gezeiten im Blick zu behalten, damit der Rückweg nicht vom Meer abgeschnitten wird.

Murder Hole Beach

Schon der Name klingt düster, doch der Murder Hole Beach gehört zu den schönsten Stränden Irlands. Der feine Sand, das türkisfarbene Wasser und die steilen Klippen wirken fast paradiesisch. Doch genau hier täuscht die Idylle. Gefährliche Strömungen und starke Wellen kosteten in der Vergangenheit mehreren Menschen das Leben – daher stammt auch der ungewöhnliche Name. Baden ist hier deshalb keine gute Idee. Den Strand zu erkunden, durch die große Höhle zu laufen oder einfach die beeindruckende Kulisse zu genießen dagegen schon. Für uns war es einer der schönsten Strände der gesamten Reise.

Zwei Wochen Irland (eine Woche Nordirland)

Nach all diesen Erlebnissen können wir jedem nur empfehlen, für Irland genügend Zeit einzuplanen. Mindestens zwei Wochen solltet ihr euch nehmen, wenn ihr die Insel einmal komplett umrunden möchtet. Selbst dann werdet ihr noch längst nicht alles gesehen haben. Hinter jeder Kurve wartet der nächste Aussichtspunkt, die nächste Burgruine, ein weiterer traumhafter Strand oder ein gemütlicher Pub mit Livemusik.

Irland hat uns mit seiner unglaublichen Natur, den herzlichen Menschen und den vielen kleinen Momenten begeistert, die man gar nicht planen kann. Genau diese Augenblicke bleiben am Ende am längsten in Erinnerung.

Für uns war die Reise damit allerdings noch nicht vorbei. Von hier aus führte unser Weg weiter nach Nordirland – einer Region voller beeindruckender Küsten, geschichtsträchtiger Städte und natürlich der Drehorte einer der größten Serien aller Zeiten.

Dazu gibt es aber einen eigenen Reisebericht.

Hier geht es zum Beitrag Nordirland